Transportsysteme- und Sackkarren-Hersteller ROLLCART im Interview

Mit dem Transportsysteme- und Sackkarren-Hersteller ROLLCART habe ich ein interessantes Interview geführt, in dem es unter anderem um die Produktlinien, künftige Ziele und die Besonderheiten des Unternehmens geht.

Mehr zu ROLLCART gibt es auf meiner Hersteller-Seite.

Guten Tag Herr Herr Siewers. Stellen Sie sich doch bitte kurz vor.

Mein Name ist Christian Siewers, ich bin 45 Jahre alt und seit mehr als 20 Jahren als Diplom-Maschinebau-Ingenieur in verschiedenen Firmen tätig.

Seit Dezember 2000 bin ich bei der Fa. Gabriel-Transportsysteme GmbH als technischer Leiter (Verantwortung für Produktion und Vertrieb) und seit fünf Jahren als Prokurist in der Geschäftsleitung tätig.

Über welches KnowHow verfügt ROLLCART im Bereich der Sackkarren- und Transportgeräte-Herstellung? Seit wann gibt es das Unternehmen?

Die Fa. Gabriel-Transportsysteme GmbH ist 1810 gegründet worden und befindet sich seitdem in 6. Generation im Besitz der Familie Gabriel. Unter der Marke „ROLLCART“ werden die Transportgeräte und Routenzuganhänger europaweit vertrieben.

Wir sind eines der führenden europäischen Hersteller von Transportgeräten, Routenzuganhängern und Ladungsträgern für die innerbetriebliche Logistik.

Unser Anspruch ist es, ergonomische Transportgeräte und Sackkarren nach den aktuellsten Sicherheitsvorschriften, Normen und Richtlinien und den Bedürfnissen unserer Kunden zu entwickeln, konstruieren und fertigen.

Was ist das Besondere an ROLLCART und an den ROLLCART-Transportgeräten? Was zeichnet diese aus?

Unsere Produkte sind von höchster Qualität. Wir setzen auf fest verschweißte Ausführung unserer Transportgeräte. Schraubverbindungen sind kraftschlüssige Verbindungen, welche sich bei dynamischer Belastung mit der Zeit lösen. Hier kann es zu großen Sicherheitsrisiken kommen, wenn z. B. sich die verschraubte Schaufel einer Sackkarre im Einsatz löst.

Welche Sackkarren-Modelle/-Ausführungen bieten Sie an und für welche Zielgruppe eignen sich diese jeweils?

Wir bieten Sack- oder Stapelkarre für die verschiedensten Anwendungszwecke (Reifentransport, Bierfässer, Blumenkübel, Kisten oder Pakete, Säcke…) aus den verschiedensten Materialien (Stahl, Aluminium und Holz) an.

Unsere Zielgruppen ist die allgemeine Industrie, Genossenschaften, Bauindustrie, Landschaft- und Gartenbau, Landwirtschaft, Getränkehandel etc..

Auf Ihrer Webseite findet man neben den Sackkarren noch zahlreiche weitere nützliche Transportsysteme für die unterschiedlichsten Einsatzzwecke. Wie sieht ihr momentanes Produktsortiment aus?

Neben unseren Standardtransportgeräten bieten wir unseren Kunden sämtliche Transportgeräte & Ladungsträger auch in Sonderbauformen oder Sondergrößen an.

Des Weiteren beschäftigen wir uns mit der internen Logistikoptimierung. Wir helfen unseren Kunden mit neuesten Innovationen ihre Produkte schnellstmöglich von A nach B zu transportieren, immer mit dem Wissen, dass sich ein Produkt in der Herstellungsfase nur durchschnittlich 10% im wertschöpfenden Prozess befindet und durch Transport, Rüst-, Warte- oder Anstellzeiten ca. 90% verschwendet werden!

Welche Produkt-Neuheiten haben Sie für die nahe Zukunft in Planung? Wo soll es mit ROLLCART künftig noch hingehen?

Täglich entwickeln, konstruieren und fertigen wir Sondertransportgeräte, welche wir individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden zuschneiden.

In der Zukunft sehen wir unser Hauptbetätigungsfeld im MaterialFlussManagement (MFM).

Wir helfen unseren Kunden, Ihren Materialfluss transparent, synchron und beherrschbar zu machen.

Mit dem Ziel:

  • Höhere Effizienz am Arbeitsplatz
  • Verringerung der Bestände und Betriebskosten
  • Optimierung der Wertschöpfungskette

Zum Schluss würden wir uns noch über Ihre 3 persönlich besten Tipps freuen, welche man Ihrer Meinung nach beim Kauf einer Sackkarre unbedingt berücksichtigen sollte?

Der Kunde muss zunächst festlegen was (Reifen, Getränkekisten, Blumenkübel) er mit seiner Sackkarre transportieren will.

Dann sollte er sich Gedanken über das Radmaterial machen. Fährt er viel über Kopfsteinpflaster und Bordsteine sollte er eine Luftbereifung wählen, wegen der Stoßdämpfung.

Benutzt er die Karre am Bau wo sich evtl. viele Nägel befinden könnten, sollte er eine pannensicher Bereifung aus geschäumten Polyurethan wählen.

Soll ein Transport über Treppen erfolgen, sollte eine Sackkarre mit Treppenrutschkufen oder 3er-Sternräder in Betracht gezogen werden.

Hat man einen sehr glatten Industrieboden, ist eine Sackkarre mit Vollgummirädern die optimale Wahl.

Das Eigengewicht spielt natürlich auch eine große Rolle. Im Speditionswesen, wo der Benutzer die Karre oft am Tage von und auf den LKW heben muss, ist eine Sackkare aus Aluminium interessant.

Für den robusten Industrieeinsatz, dem Einsatz auf dem Bau oder im Landschaftsbau, empfehlen wir eine Sackkarre aus unserer stabilen Stahl-Schweißkonstruktion.

Im Bereich der Landwirtschaft oder die Genossenschaften wählen sehr häufig Sackkaren aus Holz.

Des Weiteren produzieren wir spezielle Sackkarren für Bereiche und Anwendungen, wo eine elektrische Ableitfähigkeit gefordert wird. D.h. : Reibungselektrizität tritt z.B. beim Laufen über einen Teppichboden auf, wobei ein Mensch auf ca. 30.000 Volt aufgeladen werden kann. Die elektrische Entladung können in mikroelektronischen Bauteilen erhebliche Schäden anrichten, oder in brandgefährdeten Bereichen unter Umständen einen Brand auslösen.

Elektrostatische Entladungen werden verhindert durch die leitfähige Verbindung aller Metallteile, das Einarbeiten metallischer Leiter wie z.B. Graphitpartikel sowie elektrostatischer dissipativer Materialien. Diese Materialien weisen aufgrund der Zusatzstoffe eine nur etwas erhöhte elektrische Leitfähigkeit auf, die entstehende elektrische Ladungen gefahrlos ableiten und zugleich stromstarke Entladungen verhindern.

Danke für das interessante & ausführliche Interview Herr Siewers.

Bilder: www.rollcart.de

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